Archiv für Februar 2011

Soli-Konzert für linke Strukturen

Diesen Samstag, den 19. Februar findet ein Solidaritätskonzert für antifaschistische Strukturen in und um Augsburg statt. Gründe dafür gibt es viele; eine festliche Aktivität jenseits des gängigen Mainstreams und Kommerz, oder einfach nur ein Konzert, um mit tollen Leuten zu feiern und trotzdem einen politischen und sozialen Hintergrund zu haben. Der wohl wichtigste Grund jedoch ist aber die Repressionswelle des Staatsschutzes gegen vermeintliche Mitglieder des „Ak AUA“, der für eine Serie von Mülltonnenbränden im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht wurde. Trotz der massiven Überwachung und der intensiven Ermittlungen der Exekutive konnte den Beschuldigten nichts nachgewiesen werden. Augsburger Allgemeine und Chef der Kripo jedoch halten an der Schuld der Betroffenen fest und hetzen munter weiter gegen emanzpatorische Bestrebungen. Einen ausführlicheren Artikel findet ihr auf INDYMEDIA. Denn zudem wurde noch der Infoladen Augsburg durchsucht. Dieser Angriff auf Einzelne ist aber immer auch ein Angriff auf alle. Deswegen lasst uns zuammen solidarisch feiern bei guter Musik und leckeren Getränken.

Wann? Samstag, 19. Februar, Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
Wo? Ballonfabrik, Augsburg, Austraße 27 (Dieselbrücke)

Alle Einnahmen kommen natürlich linken Zwecken zu Gute!
Flyer 1
Flyer 2

Gelöbnis auf dem Rathausplatz

Am Dienstag, den 15. Februar, wird die Nachfolgerorganisation der Wehrmacht um 14:30 Uhr auf dem Rathausplatz in Augsburg aufmarschieren. Es werden ca. 100 uniformierte Staatsschützer erwartet, die extra aus Dornstadt und Donauwörth hergekarrt werden. Zusätzlich treten noch ein Heeresmusikkorps und ein Ehrenzug auf. Es wird das erste und hoffentlich auch letzte feierliche Gelöbnis der Bundeswehr auf dem Rathausplatz sein. Die Stadt lädt im Anschluss ans Gelöbnis zu einem Empfang in den Goldenen Saal ein. Die Initiative für die Einladung der Bundeswehr ging vom Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) aus – diese Organisation gehört erstaunlicherweise der CSU an. Der ASP-Vorsitzende Stefan Düll meint mit dieser Veranstaltung die verdiente „Anerkennung für Deutschlands Soldatinnen und Soldaten“ ausdrücken zu müssen. Unterstützung hat er natürlich sofort vom Oberbürgermeister Gribl, MdB Ruck und dem Bundesverteidigungsministerium erhalten.
Es ist zu erwarten, dass der Rathausplatz weiträumig abgesperrt wird. Dies ist nur eine weitere Veranstaltung, die die Militarisierung der Gesellschaft vorantreibt und einen kritischen Umgang mit dem Militär zu unterbinden versucht. Die „Bürger in Uniform“ – wie sie euphemistisch genannt werden – sorgen schließlich dafür, dass deutsche Interessen weltweit mit militärischen Mitteln erstritten werden. Im Auftrag von Politik und Wirtschaft – und leider auch mit der schweigenden Mehrheit der Bevölkerung – wird fleißig in verschiedenen Orten der Welt gemordet. Unter der schönen Beschreibung von „Krieg gegen den Terror“ und „humanitären Einsätzen“ tritt die Bundeswehr wieder als Angriffsarmee in die Fußstapfen ihrer Vorgängerorganisation und trägt Gewalt in viele Teile des Erdballs.
Dagegen heißt es vorzugehen, hier in Augsburg können wir ein Zeichen setzen, dass Militarismus und die Verherrlichung des Militärs im Allgemeinen nicht weiter gesellschaftsfähig bleiben. Wir sehen uns am 15. Februar und werden das Militär angemessen begrüßen!